Instagrams neues Algorithmus war eine große Veränderung für die Funktionsweise der Plattform. Und für viele Nutzer ist dieser immer noch ein Mysterium. Wir haben die wichtigsten Informationen für euch zusammengestellt, mit denen ihr den Algorithmus verstehen und sinnvoll euer Content Marketing an ihn anpassen könnt.

Als Instagram vergangenes Jahr den Algorithmus für den News Feed geändert hat, waren viele Nutzer unzufrieden. Bis dahin wurde den Nutzern der neueste Content zuerst gezeigt.  So wurde Nutzern das Gefühl vermittelt, sie wären stets „up to date“. Jedoch führte dies dazu, dass viele Inhalte nicht gesehen wurden. Wann immer Nutzer die App mehrere Stunden nicht öffneten, gingen viele Teile des Contents verloren, der in der Zwischenzeit hochgeladen wurde. Beispielsweise gingen nach 8 Stunden Schlaf viele Inhalte an den meisten Nutzern vorbei. Instagram selbst sagt, dass bis zu 70% der Inhalte aufgrund des bisherigen Algorithmus „verloren gingen“.

Das Problem des ehemaligen Algorithmus von Instagram

Da die meisten Nutzer relativ vielen Accounts folgen, musste ein neuer Algorithmus her. Es sollten möglichst viele der Inhalte wirklich gesehen werden. Instagram suchte hierfür nach Möglichkeiten, um die Anzahl an verpassten Inhalten zu reduzieren. Hätte man den Algorithmus unverändert gelassen, hätte es andere Einschränkungen geben müssen. Beispielsweise dafür wie, viele Inhalte man teilen oder wie vielen Accounts man folgen darf. Selbstverständlich war das keine sinnvolle Lösung für das Problem. Da ein neuer bzw. veränderter Algorithmus stets auf die Steigerung von Interaktionen und Nutzerzahlen abzielte, war ein nutzerbasierter und intuitiver Algorithmus notwendig. Und wie soll es anders auch sein: Instagram lieferte genau das.

Instagram neuer, intelligenter Algorithmus

Der neue Algorithmus ist gewissermaßen ein selbstlernendes System. Er ist in der Lage Veränderungen zu registrieren und neue Möglichkeiten der Content-Organisation zu entwickeln. Das Ziel des Algorithmus ist es, möglichst viele Interaktionen zu fördern. Eine wachsende Zahl an Interaktionen dient als Beweis, dass den Nutzern der präsentierte Content gefällt. Das heißt, der Algorithmus hat erfolgreich die Inhalte nach den Wünschen des Nutzers sortiert. Woraus genau die Sortierung bestimmt wird, wurde bisher und wird wahrscheinlich nie komplett preisgegeben. Es lässt sich aber vermuten, welche Indikatoren wichtig sind. Wir und viele andere haben uns diesen Indikatoren angewandt und eine kleine Liste derer erstellt, die sicherlich relevant sind für den Algorithmus von Instagram:

  • Nutzer, mit denen ich bereits interagiert habe
  • Nutzer, denen ich Sofortnachrichten schicke
  • Nutzer, nach denen ich gesucht habe
  • Nutzer, die ich im „echten Leben“ kenne
  • Nutzer, die ich selbst markiert habe, oder die mich markiert haben

Wie wir alle von dem Algorithmus profitieren können

Anders als der Algorithmus von Facebook führt der Instagram-Algorithmus nicht dazu, dass Inhalte verloren gehen. Stattdessen wird der präsentierte Content bestmöglich neu-organisiert. Der Algorithmus beginnt mit den Inhalten, die mit höchster Wahrscheinlichkeit Interaktionen hervorrufen werden. Absteigend wird dann der Rest der Inhalte präsentiert. Dennoch wird kein Inhalt aus dem News Feed entfernt. Er taucht lediglich weiter unten auf. Wenn Nutzer also weit genug nach unten scrollen, sehen sie weiterhin alle geteilten Inhalte.

Der aktuelle Algorithmus unterstützt beidseitige Zufriedenheit für die, die Content teilen und die, die Content sehen. Nutzern wird der Content angezeigt, der ihnen am wahrscheinlichsten gefallen wird. Dadurch werden Interaktionen, wie Kommentare und Gefällt-Mir-Angaben animiert. Diejenigen, die Inhalte geteilt haben, erhalten direktes Feedback darüber, dass anderen ihre Inhalte gefallen. So werden sie dazu animiert, auch in Zukunft weitere Inhalte zu teilen. Letztlich führt das erneut zu zufriedenen Nutzern und der Kreislauf wiederholt sich. Für eine Plattform, die von Interaktionen und Verbindungen profitiert, ist dies der bestmögliche Content. Und Instagrams Statistiken hinsichtlich der Nutzer und Interaktionen beweisen uns, dass es funktioniert. Das Netzwerk hat über 600 Millionen monatlich aktive Nutzer und die Interaktionsrate steigt stetig an.

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