Die Verwendung von User-generated Content für Marketingzwecke ermöglicht es Marken und Unternehmen ihre Kunden auf vielfältige und authentische Art anzusprechen. Entgegen der allgemeinen Auffassung, kann UGC in alle Marketingkanäle eingebunden werden, nicht nur online. Wir haben für euch die besten Möglichkeiten zusammengefasst, wie ihr UGC in euer Offline-Marketing integrieren könnt und vor allem, warum ihr das tun solltet.

User-generated Content, Earned Content oder Consumer-generated Content: egal wie man es nennt, die Relevanz und der Einfluss dessen sind unumstritten. Die Tage von verhältnismäßig einfachen Verkaufsprozessen, bei denen die Verkäufer den Kunden schlichtweg davon überzeugen mussten, wie toll das Produkt ist, sind vorbei. Es geht nicht mehr nur um die Eigenschaften des Produkts. Konsumenten interessieren sich für Geschichten, Authentizität und Markenimages. Sie brauchen triftige Gründe, um euer Produkt zu kaufen, statt das des Rivalen, auch wenn beide Produkte zugegebenermaßen beinahe gleich sind/aussehen. Ein authentisches Markenimage und ein damit verbundener Lifestyle, mit dem sich die Kunden identifizieren können, können großen Einfluss auf den Verkaufserfolg ausüben.

Die Macht von User-generated Content

Eure eigenen Kunden sind die besten Verkäufer für euer Produkt. Sie sind echt Menschen, die euer Produkt bereits erworben haben und eurer Marke genug vertrauen und das Produkt gut genug finden, um ihre eigenen Erfahrungen damit auf sozialen Netzwerken oder anderen Kanälen zu teilen. Dies basiert auf dem Prinzip des „Social Proof“. Menschen vertrauen auf die Meinung und Erfahrungen anderer und nutzen diese als Basis für ihre eigenen Entscheidungen. Wenn jemand ein Produkt kauft und uns von seiner wunderbaren Erfahrung damit berichtet, beeinflusst uns das positiver, als wenn der Leiter des Vertriebs uns erklärt, wie toll das Produkt wäre. 63% aller Konsumenten vertrauen Content von Käufern eher, als dem von Marken und Unternehmen. Nutzt dies für euer Marketing: ermöglicht es Kunden miteinander zu interagieren und euer Produkt für euch zu vermarkten. Indem ihr eure Kunden in den Vordergrund stellt, wirkt eure Marke menschlicher und nahbarer.

Im Bereich des Marketings fehlt oft das Verständnis dafür, wie man UGC am besten integriert. Oft wird dabei davon ausgegangen, dass UGC nur auf den Plattformen vermittelt werden sollte, wo er auch eingesammelt wurde. Dies ist jedoch keineswegs der Fall. Vorausgesetzt ihr besitzt die medialen Nutzungsrechte, könnt ihr UGC in jegliche Marketingkanäle einbinden, um das Potential des Contents maximal auszuschöpfen. Die Möglichkeiten UGC online einzubinden, haben wir bereits besprochen, beispielhaft hierfür ist das E-Mail-Marketing. In diesem Beitrag setzen wir uns mit unterschiedlichen Möglichkeiten der offline Integration von UGC auseinander.

Nutzt UGC für Aushänge oder Flyer in euren Geschäften

Unabhängig davon, ob ihr Schuhe, Uhren oder Kindersitze fürs Auto verkauft: die Erfahrungen, die andere mit eurem Produkt gemacht haben sind viel wert. In den meisten Geschäften findet sich eine visuelle Repräsentation der Marke und des Produkts, beispielsweise in großen Aushängen oder in Flyern, die an der Kasse ausgehändigt werden. Kunden gefallen diese visuellen Elemente in den Geschäften. Statt jedoch immer wieder dieselben Bilder des teuren Fotoshootings zu verwenden, lohnt es sich die Integration von UGC zu testen. Dies kann sich auf verschiedene Produkte oder unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten eines bestimmten Produkts beziehen. Während die Kunden entweder nach neuen Produkten oder schon dabei sind, diese zu erwerben, finden sie Gefallen an diesem authentischen und vielfältigen Material. Ihr vermittelt dadurch, dass andere das Produkt bereits genug mochten, um es ebenfalls käuflich zu erwerben – der „Social Proof“ hat einen starken, positiven Effekt auf eure Kunden. Die Aushänge und Flyer wirken dabei nicht als würdet ihr eure Kunden nur dazu bewegen wollen, das Produkt zu kaufen, sondern, dass ihr schlichtweg darauf hinweist, wie andere Kunden es verwenden.

Nutzt UGC für Werbetafeln und Plakate

Unabhängig davon, ob ihr eine neue Produktlinie oder den Beginn einer neuen Saison vermarkten wollt, in den meisten Fällen wird es dabei eine visuelle Komponente geben. Dazu gehören unter anderem Werbetafeln in den Städten aber auch Plakate in Bahnhöfen, Einkaufszentren oder wo immer ihr am ehesten eure Zielgruppe erreichen könnt. Besonders wenn ihr eure Produkte an vielen unterschiedlichen Locations vermarktet, wirkt es auf einige, als würde sie überall dieselben fünf Bilder sehen. Wenn ihr eure Werbekampagne mit UGC verbindet, wird jede Werbetafel und jedes Plakat zu einer individuellen, neuen Erfahrung. Kunde und Konsumenten finden Gefallen an dieser Authentizität und Vielfältigkeit eurer Werbung. Ihr vermittelt damit, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, um euer Produkt zu nutzen, wodurch es nahbarer für unterschiedliche Alters- und soziale Gruppen wird. Außerdem spart ihr Geld, wenn ihr den kostenfreien UGC nutzt, statt teure Fotoshootings zu organisieren.

Nutzt UGC für Events und Kontaktpunkte

Während der Eröffnung eines (neuen) Geschäftes, an eurem Stand auf einer Messe oder einfach gesagt wann immer eure Marke als Ganzes in Kontakt mit (potentiellen) Kunden tritt, ist Material zum Zeigen oder Aushändigen stets hilfreichen. Kleine Broschüren, die aktuelle Informationen, eure Topseller oder eine neue Kollektion vermitteln, können durch UGC stark aufgewertet werden. Konsumenten und Kunden können sich mit den Menschen, die ihr darstellt, identifizieren. Die Message, die ihr vermittelt, zeigt ihnen dabei gleichzeitig, dass ihr Kundenmeinungen so stark schätzt, dass ihr diese ausstellt. Dasselbe könnt ihr beispielsweise auch auf eure Lieferungen anwenden. Nachdem jemand online bestellt hat, könnt ihr eine kleine Karte mit euren Lieblings-UGC-Bildern beilegen, auf denen das bestellte Produkt oder generell echte Menschen mit euren Produkten zu sehen sind. „Social Proof“ beeinflusst Konsumenten und Kunden an jedem Kontaktpunkt. Außerdem regt dies die Kunden dazu an, ihren eigenen Content mit euch zu teilen. So könnt ihr nachhaltig für immer neuen, qualitativ hochwertigen UGC sorgen.

Die richtige Umsetzung ist der Schlüssel zum Erfolg

Wie ihr UGC in eure Marketingkanäle integriert, sollte stets angepasst sein, an die Ziele, die ihr euch gesetzt habt sowie eure Zielgruppe und die Art eures Produkts. Uhren zu verkaufen verlangt nach einer ganz anderen Herangehensweise als der Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln. Seid euch bewusst, welchen Lifestyle eure Zielgruppe anstrebt und nutzt dies als Basis für eure Kampagnen. Generell wird ist der UGC, den ihr erhaltet, bereits eine gute Grundlage um herauszufinden, wie eure Kunden euer Produkt nutzen/kombinieren/sich damit auseinandersetzen. Dies ist selbsterklärend und daher solltet ihr euren Kunden ermöglichen, für euch zu sprechen und die bereits geteilte Message mit einem noch größeren Publikum zu teilen.

Titelbild: unsplash.com/adriansava

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