Social Media Analytics Hersteller Quintly hat die Ergebnisse der alljährlichen Social Media Benchmarking Survey veröffentlicht. Instagram bliebt der Gewinner im Bereich Engagement, da dort die höchsten Raten an Wachstum und Interaktion zu erreichen sind.

Quintly, ein Dienstleister für Social Media Analytics, führt jährlich eine Social Media Forschung durch. Die Benchmarking Survey ist eine hilfreiche Basis für Social Media Manager und Marketing-Verantwortliche. Dieses Jahr untersuchte die Studie insgesamt 222.000 Unternehmensprofile auf den drei größten sozialen Netzwerken: Instagram, Facebook und Twitter. Der Hauptfokus lag hierbei auf der Anzahl an veröffentlichtem Content, Interaktionsraten und die Veränderungen, die mit wachsender Follower-zahl eingehergehen. So konnte die generelle Entwicklung von unterschiedlich großen Accounts erfasst und analysiert werden. Die Studie wurde im September dieses Jahrs durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Instagram das Netzwerk mit dem höchsten Potential für Accountwachstum und hohe Interaktionsraten ist.

Posting-Verhalten

Die Studie zeigt, dass Instagram das Netzwerk mit der geringsten Anzahl an geteilten Inhalten ist. Unabhängig von der Account-Größe, wird der meiste Content auf Twitter geteilt, Facebook steht an zweiter Stelle. Die Quantität der Inhalte auf Instagram ist immer am geringsten. Diese Ergebnisse lassen sich leicht interpretieren. Ein einzelner Tweet darf maximal 140 Zeichen lang sein (ausgenommen sind Bilder, Videos, Umfragen und GIFs). Das heißt, dass Inhalte auf Twitter schnell angesehen werden können. Nutzer müssen nicht viel Zeit aufwenden. Daher können auf Twitter auch mehrmals täglich problemlos Inhalte geteilt werden. Facebook-Inhalte sind andererseits komplexer: es können längere Texte, Videos und umfangreiche Bilder(galerien) geteilt werden. Einen einzelnen Post bei Facebook einzusehen kann daher deutlich länger dauern. Zu viel umfangreicher Content an einem Tag kann für die eigenen Follower auf Facebook daher überwältigend wirken. Instagram andererseits fokussiert polierte Highlights. Content, der dort geteilt wird, ist meist achtsam vorbereitet worden und ermöglicht Einblicke in die einprägsamsten und interessantesten Ereignisse. Die meisten Accounts teilen daher nur dann Inhalte, wenn diese sinnvoll und nützlich sind. Daher kommt es grundlegend zu einer geringeren Menge an Content.

Engagement Rate

Hinsichtlich der allgemeinen Engagement-Rate der drei Plattformen ist Instagram ebenfalls der Gewinner. Wichtig ist anzumerken, dass das Engagement sinkt, je größer Account ist. Dies ist der Fall, wenn Accounts mehr als 100.000 Follower haben. In allen Fällen ist Instagrams Engagement Rate jedoch höher als die auf Facebook und Twitter. Letzteres hat die niedrigste Engagement Rate. Der Höchstwert liegt bei Twitter bei 0.31 wenn ein Account weniger als 1.000 Follower hat. Wenn Accounts mehr als 1.000 Follower haben, ist die Engagement Rate von Twitter und Facebook dieselbe und immer hinter Instagram. Instagrams höchste Engagement Rate ist bei Accounts zu finden, die bis zu 1.000 Follower haben. Größere Accounts haben auch auf Instagram geringere Engagement Rates. Dies ist jedoch normal für Social Media: es gibt immer mehr Nutzer, die nur beobachten als die, die beobachten und Reaktionen zeigen.

Interaktionsrate

Die durchschnittliche Interaktionsrate pro Post ist ebenfalls auf Instagram am höchsten, unabhängig von der Größe des Accounts. In allen Fällen ist die von Twitter am geringsten. Facebooks Interaktionsrate ist höher, bleibt jedoch weit hinter Instagram. Interaktionen beinhalten Kommentare, Likes, Re-tweets oder andere Arten des erneuten Teilens. Instagrams Interaktionsrate ist durch viele Gründe bedingt. Nutzer folgen Accounts, an denen sie tatsächliches Interesse haben. So ist auch die Bereitschaft zu interagieren direkt höher. Außerdem animieren die Bildunterschriften, die nach Meinungen oder Ideen fragen, weitere Interaktion.

Was das bedeutet

Instagram hat viele Nutzer, die mit der visuellen Basis der Plattform leicht zu unterhalten sind. Instagram ermöglicht Marken eine große Anzahl an Followern zu generieren und in Form von Interaktionen und Engagement direktes Feedback. Dennoch sollte die eigene Branche bestimmen, welcher Plattform man sich vorrangig widmet. Jede Plattform hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Hinsichtlich Wachstum und Interaktion ist Instagram die beste Möglichkeit.

 

Titelbild: unsplash.com/williambout

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