Instagram lebt von großartigen visuellen Inhalten und passenden Hashtags. Die meisten Unternehmensprofile auf Instagram nutzen Hashtags jedoch inkonsistent oder auf eine nicht hilfreiche Art und Weise. Der folgende Strategie-Guide präsentiert euch hilfreiche Tipps, mit denen ihren euren Account durch Hashtags wachsen lassen könnt.

Instagram verwendet Hashtags, um Content zu sammeln und zu kategorisieren. Hashtags können Inhalte beschreiben oder mit Themengebieten verbinden. Nutzer können nach Hashtags suchen und erhalten so einen Überblick über jeglichen Content, der unter diesem Label veröffentlicht wurde. Insofern sorgen Hashtags dafür, dass eure Inhalte über eure Follower hinaus erreichbar sind. Ebenso könnt ihr selbst Hashtags verwenden, wenn ihr neue Inhalte, Trends oder ähnliche Accounts sucht. Die maximale Anzahl von Hashtags, die ihr hinzufügen könnt, ist 30. Die folgenden Tipps helfen euch dabei passende und geeignete Hashtag-Strategien für euren Unternehmens-Account zu kreieren.

1 Wählt spezifische, relevante Hashtags

Instagram hat mittlerweile eine sehr große Community mit unterschiedlichen und zahlreichen Untergruppierungen und Bewegungen. Dennoch bestehen auch auf Instagram Trends und Themen, die allübergreifend Verwendung und Erwähnung finden. Der Nachteil bei Hashtags dieser Art ist die Tatsache, dass der Content dort nicht an Reichweite dazugewinnt. Stattdessen geht der eigene Content innerhalb der sogenannten „generic hashtags“ verloren. Ein Beispiel hierfür ist der Hashtag #happy, unter dem über 340.000.000 Bilder zu finden sind. Egal, wie glücklich ihr seid, die Verwendung dieses Hashtags wird euch nicht glücklicher machen.

Um eure gewünschte Zielgruppe zu erreichen, wählt Hashtags, die spezifisch sind für eure Branche, euer Thema, euren Kundenkreis oder euren Unternehmenshintergrund. Je spezifischer die Hashtags, desto höher die Wahrscheinlichkeit, interessierte Nutzer zu erreichen. Vorsicht jedoch bei Hashtags, die zu spezifisch sind, da diesen oftmals die nötige Reichweite fehlt. Seid spezifisch aber gleichzeitig breitgefächert genug, um sicherzugehen, dass eure Hashtags Nutzung finden und euren Content erklären und unterstreichen.

2 Verwendet einen Branded Hashtag

Ein Branded Hashtag bezieht sich auf ein Unternehmen oder eine Kampagne. Er steht stellvertretend für den Namen, Slogan oder Kampagnennamen eines Unternehmens. Der Branded Hashtag stellt so eine direkte Assoziation mit eurem Unternehmen her. In diesem Sinne ist ein Branded Hashtag eine langfristige Repräsentation eurer Firma. Um sicherzustellen, dass euer Branded Hashtag erkannt wird und regelmäßig auch von anderen verwendet wird, wählt einen, der leicht zu tippen ist und verwendet diesen konsequent.

Ihr könnt mehrere Branded Hashtags verwenden, einen übergeordneten, der eure gesamte Marke repräsentiert und spezifische für bestimmte Events, Kampagnen oder Aktionen. Ein Branded Hashtag hilft euch dabei, virale Aufmerksamkeit für einen bestimmten markenbezogenen Zweck zu generieren. Der Vorteil des Branded Hashtags ist, dass jeglicher Content, der in Verbindung mit eurer Marke oder einer eurer Kampagnen steht, gesammelt an Ort festgehalten werden kann. So können Nutzer nach Content suchen, der direkt in Verbindung zu eurer Marke steht.

Ein tolles Beispiel für die Nutzung eines Branded Hashtags ist PAUL HEWITT. Die Marke ermuntert Nutzer dazu, ihren Content unter dem Hashtag #getanchored zu teilen und konnte bereits über 15.000 Bilder generieren.

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3 Erstellt eine Liste mit möglichen Hashtags

Nicht jeder geteilte Inhalt ist gleich/sollte gleich sein. Erstellt daher eine Liste mit möglichen Hashtags passend zu eurem Content. Unterteilt eure Liste in mehrere Teile. Ein Teil sollte Hashtags enthalten, die zu jedem Inhalt passen und daher beinahe immer verwendet werden sollten. Dazu gehören unter anderem Branded Hashtags, Slogans oder branchenspezifische Hashtags. Darüber hinaus könnt ihr Listen für unterschiedliche, aber spezifische Arten von Content erstellen. Beispiele hierfür sind Hashtags passend zu Produktbildern, passend zu Einblicken ins Unternehmen etc. Orientiert euch an den möglichen Arten von Content, die ihr teilt und erstellt passende Listen.

Mit einer Liste von Hashtags habt ihr zwei Vorteile. Zum einen könnt ihr so beim Hochladen eurer Inhalte schnell Hashtags hinzufügen. Ihr könnt direkt auf die Liste zugreifen und schnell die passenden Hashtags wählen. So spart ihr Zeit und könnt euren Content effizienter teilen. Zum anderen helfen euch Listen dabei, ein gewisses Maß an Kontinuität in eure Hashtags zu bringen. Auch wenn ihr nicht für jeden Post dieselben Hashtags benutzt, werden sie sich langfristig jedoch wiederholen. Dies ist positiv zu bewerten, da euer Content so abermals strukturiert und kategorisiert wird.

4 Folgt Trends und bleibt up-to-date

Unabhängig davon, wie ratsam es ist, sich an einer Liste an Hashtags zu orientieren, ist Instagram immer noch eine lebhafte Community, die auf Trends und Interaktion basiert. Dazu gehören oft auch virale Hashtags. Diese können sich auf virale Trends in der Online-Welt beziehen, aber auch auf spezifische Branchen oder Events. Ihr könnt und sollt euch an eurer Liste passender Hashtags orientieren, doch zwischendurch bietet es sich auch an viralen Trends zu folgen und diese in euren Content einzubeziehen. Wichtig ist nur, dass ihr die viralen Hashtags verwendet, wenn sie tatsächlich zu eurem Content passen. Unpassende Hashtags zu verwenden, schlichtweg, weil sie viral sind, ist keine gute Lösung.

Dennoch ist es gut, zwischendurch die Liste um virale Trends zu ergänzen. Virale Hashtags können sowohl kurzzeitig, als auch langlebig sein. Einige Hashtags haben sich auf Instagram langfristig etabliert. Dazu zählen unter anderem Hashtags wie #throwbackthursday oder Instagram’s eigenes „Weekly Hashtag Project“. Diese sind auf Instagram sehr beliebt und bieten eine weitere Dimension und Kategorie für eure Inhalte.

5 Analysiert Hashtag-Content

Sowohl für euren Branded Hashtag, als auch für branchenspezifische Hashtags gilt: mit ihrer Hilfe lassen sich viele Informationen generieren. Ihr erfahrt so Näheres über eure Konkurrenz, könnt mehr über eure Kunden erfahren und entwickelt ein Gefühl dafür, welche Ideen, Werte und Lifestyles mit den von euch genutzten Hashtags verbunden sind. Ihr könnt einfach auf Instagram nach Hashtags suchen und erhaltet dort Zugang zum gesamten Content, der unter dem Hashtag veröffentlicht wurde. Betrachtet diesen Content näher und zieht eure Schlüsse daraus. So seid ihr in der Lage besseren Content zu erstellen, der in Verbindung zu anderen steht, die dieselben Hashtags verwenden.

Der Branded Hashtag ermöglicht euch tiefe Einblicke in eure Kundschaft. Ihr erhaltet visuelle Informationen zu ihrer Nutzung, Kombination und ihrem Verständnis von eurem Produkt. In diesem Sinne dient er als visuelle Befragung auf der Plattform. Ihr erhaltet wertvolle Einblicke durch die Verwendung von Hashtags. Nutzt diese Möglichkeit.

6 Beschränkt euch nicht auf das Nötigste

Wie bereits erwähnt, könnt ihr bis zu 30 Hashtags in einem Kommentar oder einer Bildunterschrift hinzufügen. Das ist ziemlich viel, ist in einigen Fällen jedoch nötig. Da Hashtags die Reichweite eures Contents verbessern, können mehrere Hashtags dies weiter steigern. Sicherlich sollte nicht jede Bildunterschrift 30 Hashtags enthalten, doch zögert nicht mehr als nur einen oder zwei zu verbunden. Falls es euch optisch nicht zufrieden stellt, wenn ihr alle Hashtags in der Bildunterschrift habt, „versteckt“ sie in einem Kommentar. Alternativ könnt ihr die Hashtags visuell von der Bildunterschrift trennen. Wir selbst nutzen diese Variante auch, wenn wir Content an eine größeres Publikum vermitteln wollen. Screenshot 1

Hashtags sind eine tolle Steigerung für eure Reichweite. Sie kontextualisieren euren Content und ermöglichen weitere Interaktionen mit euren Followern. Wenn ihr auf Instagram gewinnen wollt, nutzt das Potential von Hashtags für euch. Fügt diese in euren Content ein, damit euer Account beinahe automatisch weiterwächst.

Titelbild: unsplash.com/pedrolasta

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