Hauptsache viele Follower – oder?

Wie in jedem sozialen Netzwerk ist auch bei Instagram die Anzahl der Follower eine nicht unerhebliche Kennzahl, über die sich viele User definieren. Stoßen neue Nutzer auf den Account, orientieren sie sich auch an der Follower-Anzahl, um zu entscheiden, ob es sich lohnt dem Account zu folgen. In diesem Sinne vertrauen Nutzer der Einschätzung anderer Nutzer: wenn viele User diesem Account folgen, muss es sich um einen guten Account handeln. Außerdem steigert sich die Reichweite mit der Zahl der Follower. Umso mehr User der Content erreicht, desto besser für den eigenen Account. Daher sind die Follower-Zahlen für viele Accounts wichtig.

„There are two kinds of people on social networks: those who want more followers and those who are lying.“

                                                                       – Guy Kawasaki, Silicon Valley Marketing Executive

Da der Follower-Anzahl als Kennzahl bisher eine verhältnismäßig große Rolle zugekommen ist, haben sich auf Instagram „Fake Follower“ eingeschlichen. Durch eine einfache Suchanfrage stößt man auf eine Vielzahl von Seiten, auf denen beispielsweise 10.000 Follower für $50 gekauft werden können. Diese Follower sind aber keine richtigen Menschen, sondern Bots, von denen die Fake-Accounts betrieben werden. Darüber hinaus gibt es ganze Instagram-Accounts, die einem Fake-Follower „per Mausklick“ vermitteln wollen.

Gegen diese Accounts geht Instagram streng vor. Nach einer Löschungsaktion Ende 2014 eliminierte die Foto-Sharing App Millionen User Accounts. Besonders beliebte Accounts, wie zum Beispiel der von Sänger Justin Bieber, verloren dadurch Follower im Millionenbereich. Da der Trend weiterhin besteht, nimmt Instagram mittlerweile regelmäßige Löschungsaktionen vor, bei der vor allem auch Influencer und Blogger eine Vielzahl von Followern verlieren.

Aus professioneller Sicht ist eine Generierung von Fake-Followern sinnlos. Ein erfolgreicher Instagram-Account wird an anderen Maßstäben gemessen, als an der Follower Anzahl. User, die dem Account schlichtweg folgen, ohne zu interagieren, lassen sich verhältnismäßig „einfach“ generieren. Nur die Anzahl der Follower sagt über die Qualität eines Accounts jedoch nichts aus.

Folgende Faktoren sind bezüglich der Qualität deutlich relevanter:

  • Wie viele User engagieren sich regelmäßig auf eurem Account?
  • Wie viel Traffic generiert eure Website durch Social Media Auftritte?
  • Wie viele Conversions konntet ihr über euren Instagram-Account generieren?
  • Wie viele eurer favorisierten Accounts folgen euch ebenfalls?

All das sind Kennzahlen, die bedeutsam für den Auftritt eures Unternehmens sind. Denn nur eine interaktive Community, die ein reales Interesse an einer Seite und dem Content hat, verhilft am Ende des Tages zu dem gewünschten Erfolg. Sicherlich ist eine hohe Follower-Anzahl ein angenehmer Nebeneffekt, da er die Reichweite schlichtweg steigert. Dies sollte aber nicht zum Hauptziel der Seite werden.

Wie bei anderen Social Media Plattformen sollte Instagram nach dem Motto „Qualität statt Quantität“ bedient werden. Bedenkt stets, dass euer Content für eure Follower und somit eure (potentiellen) Kunden ertragsreich sein sollte: erzählt eine Geschichte, verbreitet nützliche Informationen und animiert eure Kunden Teil eurer Marken-Community zu werden. Gerade zu Beginn, kann dies eine schwierige Aufgabe sein, da sich eine interaktive Community nur langsam aufbaut. Hier ist Geduld und Ausdauer gefragt. Diese zahlen sich letztendlich aber definitiv aus, wenn euer Instagram-Account animierend und authentisch auf eure Follower wirkt.

Auch andere soziale Netzwerke kämpfen mit dem Problem von Fake Accounts. Twitter und Facebook gaben gegenüber Investoren zu, das etwa fünf Prozent ihrer Nutzer keine echten Menschen, sondern Bots seien. Unser Tipp an euch: kreiert authentischen, ansprechenden Content, der auf eure Zielgruppe zugeschnitten ist und dann folgen euch die echten User von ganz allein!

Titelbild: unsplash.com/dankaandpeter

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