Ein Instagram Contest ist ein effektiver Weg, eure Markenbekanntheit zu steigern, mehr Follower zu bekommen und die Interaktion in eurer Community zu erhöhen. Gleichzeitig ermöglicht euch ein Contest, User-generated Content zu generieren und im Zuge verschiedenster Marketing-Aktivitäten davon zu profitieren.

Was für Contest-Arten gibt es?

1. Like to Win:

Hierbei wird der Instagram User dazu aufgefordert, einen bestimmten Beitrag mit „Gefällt mir“ zu markieren. Danach wird nach dem Zufallsprinzip der Gewinner unter den Gefällt-Mir Angaben ausgewählt.

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Quelle: instagram.com/joandjudy

Vorteile: Diese Art von Contest ist sehr leicht zu starten und fordert von den Teilnehmern keine große Interaktion. Man kann daher davon ausgehen, dass sich viele daran beteiligen.

Nachteile: Genau das ist aber auch der Nachteil von Like to Win. Die User müssen sich nicht intensiv mit der Marke oder dem Unternehmen auseinandersetzen, geschweige denn damit interagieren. Dementsprechend nehmen auch viele an dem Contest teil, die keine Bindung zur Marke verspüren oder als potentielle Kunden angeworben können.

2. Hashtag-Contest für User-Generated Content:

Denkt euch einen kampagnenspezifischen Hashtag aus, der mit einem interessanten thema verbunden ist. Fordert eure Nutzer dazu auf, eigene Bilder unter diesem Hashtag zu veröffentlichen. Ihr erhaltet so eine große Bandbreite an vielfältigem Content, wodurch ihr gleichzeitig viel über eure Kunden und deren Verwendung eures Produktes erfahrt.

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Quelle: instagram.com/esprit

Vorteile: Diese Art von Contest verstärkt die emotionale Bindung zur Marke. Weiterhin generiert der Branded Hashtag einzigartigen User-Generated Content, der nach Abfrage der Rechte auch für andere Marketingkampagnen genutzt werden kann. Durch die Implementierung von Hashtags wird eure Auffindbarkeit bei Instagram erhöht, wodurch langfristig eure Markenpräsenz steigt.

Nachteile: Die Barriere bei dieser Art von Contest teilzunehmen ist höher, da auch mehr Engagement gefordert wird. Zu detaillierte Bilder oder zu lange Hashtags sollten nicht verwendet werden, da die Barriere dadurch noch größer wird. Entwickelt kurze, einprägsame Hashtags und vermittelt kurze, verständliche Anforderungen an die Bilder.

3. E-Mail-Integrierung:

Bei dieser Art von Contest werden die User dazu aufgefordert, ihre E-Mail-Adresse zur Teilnahme anzugeben. So kann zum Beispiel im ersten Schritt ein nutzergeneriertes Foto hochgeladen und im zweiten Schritt weiterhin die E-Mail angegeben werden.

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Quelle: timberland.de

Vorteile: Mit dieser Methode erweitert ihr eure E-Mail Liste und erhaltet qualitativ hochwertigen User-Generated Content, der für eure Marke relevant ist.

Nachteile: User nach ihrer E-Mail-Adresse zu fragen ist für viele eine hohe Barriere, da sie gerade die Anonymität der sozialen Netzwerke schätzen. Oft müssen solche Contests mit verlockenden Angeboten, wie zum Beispiel einem Gewinnspiel für eine Reise oder Ähnliches verbunden sein, damit genug Teilnehmer mitmachen und der Contest als Erfolg verbucht werden kann.

Allgemein lässt sich sagen, das ihr als Unternehmen jede Art von Contest starten könnt. Diese drei Arten sind lediglich gängige Verfahren. Es kann jedoch sein, dass zu eurem Unternehmen ganz andere, vielseitigere Contests passen. Also lasst eurer Kreativität freien Lauf und entwickelt eigene Ideen!

Entwicklung eines Contests

#1 Planung

Zuallererst solltet ihr klar definieren, welche Ziele euer Unternehmen mit einem Instagram Contest verfolgt. Schreibt diese am besten auf, dadurch müsst ihr sie greifbar formulieren. Je klarer ihr eure Ziele formuliert, desto eher könnt ihr im Anschluss auch den Erfolg messen. Sträubt euch also nicht davor, bestimmte Zahlenwerte festzulegen.

Ein Beispiel: Mit eurem Contest möchtet ihr 200 neue nutzergenerierte Bilder erhalten.

Eine intensive Recherche darf bei der Planung natürlich nicht fehlen. Sucht euch vergleichbare Kampagnen der Konkurrenz heraus und lernt aus deren Fehlern. Durchsucht Instagram nach aktuellen Contests und lasst euch inspirieren!

#2 Zielgruppe

Im nächsten Schritt solltet ihr festlegen, an wen sich euer Contest richten soll. Erhofft ihr euch Bilder von jungen Modebloggern oder doch eher von ernährungsbewussten Fitnesstrendsettern? Die jeweilige Herangehensweise ändert sich mit der Auswahl der Zielgruppe. Definiert diese also bereits im Voraus nach demografischen als auch psychodemografischen Merkmalen.

#3 Wähle eine Contest-Art 

Aus den beschrieben Contest-Arten müsst ihr nun noch die passendste für eure Ziele auswählen. Wollt ihr schnell einen Contest starten ist eventuell die Like to Win Variante etwas für euch. Seid ihr mehr an neuen Bildern interessiert, orientiert ihr euch besser an dem Hashtag-Contest für User-Generated Content. Benötigt ihr zusätzlich neue E-Mail-Adressen entscheidet ihr euch am besten für die letzte Art von Contest.

#4 Thema

Bei einem Contest ist das Thema das A und O. Wenn ihr euch hier etwas Inspirierendes einfallen lasst, steigt die Wahrscheinlichkeit eines hohen Engagements eurer Community. Achtet darauf, dass das Thema trotzdem für die meisten User umsetzbar bleibt. Denn jede kreative Idee muss Letzen Endes auch durchgeführt werden können.

#5 Contest Hashtag

Ein Hashtag für eine Kampagne oder ein Branded Hashtag ist in sozialen Netzwerken inzwischen oftmals ein gängiges Vorgehen. Dieser muss bei den Usern im Kopf bleiben und am besten mit einem Wort den gesamten Contest beschreiben. Recherchiert vorher die Bedeutung von Hashtags in verschiedenen Sprachen und achtet weiterhin darauf, dass ihr diesen als einziges Unternehmen verwendet.

#6 Vermarktung

Wichtig für den Erfolg eures Contests ist die richtige Vermarktung. Denn je mehr Personen über verschiedenste Kanäle angesprochen werden, desto höher ist die potentielle Interaktion. Publiziert den Contest über soziale Netzwerke, teilt ihn auf eurem Blog, integriert ihn in die Website oder schaltet gegebenenfalls Online-Anzeigen. Weiterhin könnt ihr einen QR-Code in eure Print-Werbemittel integrieren oder eine Meldung in euren Newsletter integrieren. Egal wie, sorgt dafür, möglichst viel Aufmerksamkeit für euren Contest zu erzielen.

#7 Monitoring

Ist der Contest erst einmal gestartet ermöglichen euch bestimmte Tools eine Echtzeit-Analyse der Kampagne. So könnt ihr aktuelle Daten analysieren und gegebenenfalls einige Aspekte anpassen. Mögliche Tools sind zum Beispiel Google Analytics, Facebook Analytics oder Twitter Analytics. Selbstverständlich gibt es auch Unternehmen, die sich auf die Auswertung genau solcher Contests gegen eine Gebühr spezialisiert haben. Informiert euch im Internet und entscheidet, wie ihr euren Contest-Erfolg analysieren wollt.

#8 Nacharbeit

Ist der Contest geschafft und ein Gewinner ausgewählt ist die Arbeit noch nicht zu Ende. Nutzt den Contest noch einmal, um eure Community zu stärken. Verbreitet den Gewinner auf verschiedenen Kanälen und sorgt dafür, dass das Engagement weiterhin hoch bleibt. Eine E-Mail an alle Teilnehmer ist eine weitere Möglichkeit, eine persönlichere Ebene zwischen Marke und Konsumenten zu schaffen.

#9 Wiederholung

Startet regelmäßige Contests und gewöhnt eure Community an Interaktion und Engagement. Somit bleibt ihr als Unternehmen oder Marke im Bewusstsein eurer Konsumenten und stärkt euer Markenbild.

Titelbild: kaboompics.com

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