US-Studie analysiert Posts bei Instagram in Bezug auf den Gemütszustand des jeweiligen Users.

Mit Farben identifizieren Menschen automatisch Gefühle, so wirken dunkle und gedeckte Farben eher traurig, helle und bunte Farben dagegen fröhlich. Erst kürzlich veröffentlichten Forscher von den amerikanischen Universitäten Harvard und Vermont eine Studie die beweisen soll, das Nutzerprofile in Sozialen Netzwerken anhand der Filter Rückschlüsse auf den Gemütszustand geben. Laut den Forschern bevorzugen depressive Menschen dunkle Farben, aber was heißt das für Soziale Netzwerke?

Im Zuge der Studie wurden mehr als 40.000 Instagram-Posts von 166 depressiven als auch gesunden Usern untersucht. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf Aspekte wie Farbton, Helligkeit, oder die Anzahl der abgebildeten Gesichter gelegt. Mithilfe eines Computerprogramms wurden die Posts unter anderem in traurige oder fröhliche Kategorien unterteilt.

Solltet ihr denken das eure schwarz-weiß Bilder einfach nur elegant und edel wirken, liegt ihr falsch!

Laut der Studie sind Menschen die häufig Filter wie Inkwell (schwarz-weiß Filter) oder Crema (entzieht dem Foto warme Töne) verwenden „depressiv“. Weiterhin sprechen Selbstporträts anstelle von Gruppenbildern und wenig Likes pro Bild für einen negativen Gemütszustand.

Schwarz-Weiß Fotos und Selbstporträts deuten auf eine negative psychische Verfassung. Quelle: unsplash.com/Lotte Meijer
Schwarz-Weiß Fotos und Selbstporträts deuten laut Studie auf eine negative psychische Verfassung hin. Quelle: unsplash.com/Lotte Meijer

Psychisch gesunde Menschen dagegen posten Fotos von Landschaften oder Detail-Aufnahmen. Vorrangig werden Filter wie Valencia, X-Pro II, Hefe, Rise und Amaro genutzt.

Filter, die eher auf einen „gesunden“ Gemütszustand hinweisen:

Valencia, X-Pro II, Hefe, Rise, Amaro, Lo-fi, Walden, Kelvin, Unknown, Clarendon, Earlybird, Toaster, 1977, Mayfair, Nashville, Gotham, Brannan, Hudson, Sierra, Poprocket, Maven, Moon.

Filter, die eher auf einen „depressiven“ Gemütszustand hinweisen:

Inkwell, Crema, Willow, Reyes, Sinson, Slumber, Sutro, Ashby, Juro, Perpetua, Dogpatch, Helena, Gingham, Skyline, Aden, Ludwig, Lark, Ginza, Vesper.

Interessant ist, wie verlässlich diese Computersoftware ist. Denn sollte sie tatsächlich realistische Angaben darüber geben welche Menschen depressiv sind, könnte sich aus der Studie eine Früherkennungsmethode für Depression entwickeln.

Aber Achtung: Der Begriff „Depression“ beschreibt eine Vielzahl von Zuständen und es lässt sich nicht pauschal sagen, inwieweit eine Person tatsächlich depressiv ist oder eben nicht. Mehr Informationen zum Thema Depression findet ihr bei der Apotheken-Umschau.

Filter wie Valencia sprechen laut Studie für eine gute psychische Verfassung. Quelle: unsplash.com/Ben White
Filter wie Valencia sprechen laut Studie für eine gute psychische Verfassung. Quelle: unsplash.com/Ben White

 

Titelbild: unsplash.com/Arkady Lifshits

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