Ein großer Aufschrei ging durch die digitale Welt, als Instagram sein neues Update veröffentlichte. Beinahe identisch zu Snapchat führte das Unternehmen nun die gleichnamige Funktion Stories ein. Bei genauerer Betrachtung sprechen aber einige Aspekte dafür, dass Marketer daraus nun noch mehr Profit schlagen können. Denn im Gegensatz zu dem Messenger Snapchat, bei dem sich die Bilder automatisch nach dem Ansehen löschen und die Liste nur aus ausgewählten Kontakten einer eher jüngeren Zielgruppe bestehen, ist Instagram ein bereits etabliertes und angesehenes Soziales Netzwerk. Mit durchschnittlich über 500 Millionen Usern pro Monat kann Instagram auf eine enorme Nutzerschaft setzen, die sich schnell mit der neuen Funktion auseinandersetzen kann.

Kräftemessen zwischen Instagram und Snapchat: bei wem wird die Story-Funktion erfolgreicher sein? Quelle: gratisography.com
Kräftemessen zwischen Instagram und Snapchat: bei wem wird die Story-Funktion erfolgreicher sein? Quelle: gratisography.com/Ryan Mcguire

User bei Instagram folgen gezielt authentischen Accounts von Unternehmen und Marken oder von privaten Bloggern, die einen bestimmten Lifestyle verkörpern oder ein Lebensgefühl vermitteln, bei dem man sich zugehörig fühlt. Mit der neuen Funktion lockert Instagram den Anspruch der User wieder etwas auf: so wurden vor dem Update hauptsächlich Fotos veröffentlicht, bei denen zum Beispiel eine hohe Like-Rate garantiert war. Auch die Häufigkeit von Posts wurde stark reguliert, um die Follower nicht mit zu viel Content zu überfluten.

Bei der Story-Funktion ist dieser Anspruch dagegen eher gering, die User werden geradezu animiert, aktuelle Ereignisse in ihr mit Profil einzubauen, ohne direkt als überladen zu gelten.

Und gerade die Vergänglichkeit der Story-Funktion ist es, was die User von Snapchat so begeistert: viele Konsumenten fürchten sich vor der enormen und immer stärker zunehmenden Datenspeicherung und haben in Snapchat eine Alternative gefunden, Inhalte nur kurzfristig zu teilen. Ob diese im Anschluss tatsächlich gelöscht werden, sei erst einmal dahingestellt. Von diesem Trend schneidet sich Instagram nun sein Stück vom Kuchen ab und erweitert das Spektrum für Marketingaktivitäten noch einmal. Dass bedeutet aber nicht, das Unternehmen jetzt die klare Struktur ihres Instagram-Accounts in der Story plötzlich aufgeben sollten. Denn gerade die Geradlinigkeit und die verlässliche Struktur sind es, was die User an Instagram schätzen.

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Egal wie süß solche Tierfotos auch sind, vergesst nicht, wofür euer Account stehen soll: also nutzt die Story für euer Unternehmen richtig! Quelle: gratisography.com/Ryan Mcguire

Also nutzt die Story lieber, um intensivere Einblicke in euer Unternehmen zu geben und zum Beispiel Backstage-Videos zu erstellen. Unnötige Tierposts oder ähnliches sollten dagegen vermieden werden, denn guter Content steht bei Instagram nach wie vor an erster Stelle!

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