Der Index von Sprout Social bietet neue Einblicke in die Denkweise von Nutzern über Marken auf sozialen Netzwerken. Marken müssen damit aufhören ihr Produkt vermarkten zu wollen. Stattdessen, müssen bedeutende und interessante Inhalte produziert werden. Andernfalls werden sie stetig Follower verlieren. Hier sind die Hauptergebnisse.

Social Media Analytics Anbieter Sprout Social hat neue Ergebnisse bezüglich der Social Media Nutzung von Marken veröffentlicht. Vorrangig ging es in dem Index darum, wie Nutzer die Aktivitäten im Q3 2016 wahrgenommen haben. Nutzer verschiedener Social Media Plattformen wurden zu ihren Beweggründen befragt, um Marken zu folgen und wieder zu entfolgen. Die Ergebnisse zeigen, dass Nutzer vorrangig aus einem Grund Marken folgen – doch dieser Grund sorgt nicht immer dafür, dass sie auch bleiben. Während die Qualität und Quantität von Content stetig wächst, sind auch neue Ideen und Strategien notwendig. Einige davon haben das Potential zu langanhaltenden Trends zu werden, wie beispielsweise UGC. Doch einige stellen sich als Fehler heraus, wie zu politischer oder zu komikfokussierter Content.

Wovon sind Nutzer am meisten genervt?

Sprout Socials Index gibt Aufschluss darüber, nach welchem Content Nutzer suchen und vor welchen Content sie fliehen. Diese Fragen sind durchaus direkt, liefern dafür aber auch deutliche Antworten. Nutzer wurden nach nervigen Aktivitäten gefragt, denen Marken auf sozialen Netzwerken nachgehen. Das sind die Antworten.

graph-annoying-actions@2x-1

Die nervigste Aktivität von Marken ist das Teilen von zu stark werbendem Content. Oder auch zu häufiges Teilen von Werbung. Beinahe 60% aller Befragten sagten das. Diese Aussage hat weitreichende Folgen auf die Herangehensweise an Inhalte für Marken. Weitere nervige Aktivitäten sind die Verwendung von Slang oder Jargon, die nicht zur Marke passen sowie die Unfähigkeit, eine Persönlichkeit mithilfe des Accounts zu vermitteln. Weiterhin sind Nutzer genervt von Marken, die versuchen witzig zu sein, es jedoch nicht sind. Überraschenderweise sind Nutzer am wenigsten davon genervt, wenn sie von Marken keine Antwort erhalten. Dennoch ist immerhin einer von vier Nutzern davon genervt.

Diese Ergebnisse hinsichtlich nerviger Aktivitäten von Marken zeigen bereits, dass unpassender Content die größte Hürde darstellt. Jede Marke hat ihr eigenes Image – Nutzern gefällt es, wenn Marken diesem Image treu bleiben. Allen voran müssen Marken jedoch festlegen, welchen Zweck ihr Social Media Account erfüllen soll. Eine direkte Trennung zwischen Werbung und inspirierendem, unterhaltsamem Content in sozialen Medien stellt dabei die größte Hürde dar.

Warum folgen Nutzer Marken überhaupt?

Die große Frage ist: was bewegt Nutzer dazu, Marken zu folgen? Wonach suchen sie bzw. was erwarten sie von Social-Media-Auftritten einer Marke? Sprout Social beantwortet auch diese wichtige und weitreichende Frage.

graph-follow-actions@2x-1

Ziemlich simpel und leicht zu erahnen ist das wichtigste Motiv: Nutzer sind am Produkt oder Service interessiert. Über 73% der Nutzer gaben dies an. Weitere 58% interessieren sich für Reklamen. Also sind die zwei wichtigsten Gründe, um einer Marke zu folgen, produkt- und kaufbezogen. Weitere Gründe umfassen Unterhaltung, einen direkten Aufruf zum Folgen (z.B. ein Wettbewerb) oder ein generelles Interesse an der Industrie. Die wenigsten Nutzer folgen Marken, weil sie mit dieser kommunizieren wollen oder weil Freunde der Marke bereits folgen. Grundlegend, ist das Produkt selbst der größte Beweggrund. Daher sollte das Produkt auch Teil des Contents sein. Aber: Social Media ist nicht für Eigenwerbung gedacht. Content sollte das Produkt auf informative, unterhaltsame und hilfreiche Art und Weise beinhalten. Das Produkt ist daher Teil des Contents, jedoch nicht der gesamte Content an sich. Produkte müssen auf bedeutsame Weise in den Content integriert werden.

Welche Aktivitäten bringen Nutzer dazu, Marken nicht mehr zu folgen?

Als dritte Frage, widmete sich Sprout Social den Gründen, die dafür sorgen, dass Nutzer einer Marke nicht mehr zu folgen. Die Gründe beweisen, dass Marken mehr Zeit und Aufwand investieren müssen, um bedeutsamen Content zu erstellen. Der Content soll das Produkt zeigen bzw. enthalten, darf jedoch nicht ein einfaches Produktbild oder eine Werbeanzeige sein.

graph-unfollow-actions@2x-1

Diese Ergebnisse insgesamt beweisen, dass Nutzer aus bestimmten Gründen Interesse an Marken zeigen, jedoch nicht immer aus denselben Gründen auch interessiert bleiben. Nutzer sind abgeneigt von deutlich werbendem Content und wollen stattdessen interessante Einblicke in euer Produkt oder euren Service.

Daher, sollten die folgenden Guidelines beachtet werden:

  • Bleibt eurem Marken-Image treu
  • Verwendet die Sprache, die für eure Branche und eure Zielgruppe angemessen ist
  • Beschreibt und bietet tiefe Einblicke in euer Produkt
  • Social Media ist KEINE Werbeplattform

This post is also available in: Englisch