Im Jahr 2022 gibt es über alle Branchen hinweg zig Marken, die alle ähnliche Produkte im Sortiment haben. Umso mehr gilt es ein konsistentes Markenimage zu etablieren und Markensichtbarkeit zu schaffen. Dafür ist einzigartiger visueller Content genau das Richtige. Dass Marken den Fokus auf die visuelle Contentproduktion legen sollten, ist auch wissenschaftlich belegt, denn unser Gehirn nimmt visuelle Informationen wie Bilder rund 60.000-mal schneller war, als textliche

Visueller Content unterstützt eine einheitliche Ästhetik, fungiert als Teaser, um Menschen dazu zu bringen sich Produkte und die dazugehörige Marke länger anzuschauen und schafft allgemein einen guten ersten Eindruck. Zudem verlängert sich durch eine anschauliche Webseite die Verweildauer der User, das verbessert wiederum deine SEO und folglich auch dein Google-Ranking und somit die Auffindbarkeit deiner Webseite über der Suchmaschine. 

Trotzdem geben 60 % der Marketer an, dass sie nicht wissen, wie sie reichweitenstarken Content produzieren sollen und 51 % sagen, dass sie lernen möchten, wie sie ihre Produktion von visuellem Content erhöhen können. Zudem wissen viele Marken gar nicht, wie teuer der Content, den sie aktuell produzieren und verwenden, tatsächlich ist. Dieser Artikel gibt dir einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten der visuellen Contentproduktion und ordnet diese für dich in einen preislichen Kontext ein. 

Was bedeutet Contentproduktion?

Definition
Contentproduktion
Wie sich aus dem Kompositum bereits schließen lässt, bedeutet Contentproduktion die Produktion von Content, also die Herstellung jeglicher Inhalte, die beispielsweise im Zuge des Marketings eines Unternehmens für verschiedene Kanäle benötigt werden. “Contentproduktion” umfasst verschiedenste Media-Inhalte: das “geschriebene Wort” (z. B. Texte wie Blogbeitrag), Audio-Formate (z. B. Podcast), Audio-visuelle-Formate (z. B. Videos) und auch visuellen Content (z. B. Fotos und Grafiken).

Vier Möglichkeiten für die visuelle Contentproduktion 

Ebenso wie bei der Contentproduktion von Texten sollte deine Marke im Vorfeld Ziele festlegen und im Zuge dessen überlegen, welche Bilder fürs Marketing benötigt werden, um daraus eine Art Media-Redaktionsplan zu erstellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Visuals für die eigene Marketingstrategie zu produzieren respektive zu generieren. Dabei spielt das Budget, aber auch die Erwartungshaltung eine Rolle bei der Planung: Wie viel Geld kann deine Marke für die Contentproduktion von Produkt-, Image- oder Werbebildern ausgeben? Was soll durch die Bilder erreicht werden?

Wissenswerter Fakt
2021 investierten Unternehmen im Schnitt rund 25-30 % ihres Gesamt- Marketingbudgets in Content-Marketing. (Vgl. affde.com) Dabei wird ein nicht unerheblicher Teil für die Produktion von neuen visuellen Inhalten ausgegeben. Spoiler Alert: dieser Artikel nennt mindestens eine Möglichkeit, um Kosten für die visuelle Contentproduktion einzusparen.

Auftrags-Contentproduktion

Grob lassen sich zwei Arten der visuellen Contentproduktion ausmachen. Eine Option für Marken ist es, selber aktiv zu werden und Bilder in “Auftrag” zu geben. Die Marke kann hier entweder Bilder durch Fotoshootings produzieren lassen oder auf Influencer Marketing setzen und Content von Creatorn erstellen lassen. 

#1 Fotoshootings – Markeneigene Contentproduktion

Beginnen wir mit der gängigsten Variante der visual Contentproduktion: Bilder durch Fotoshootings. Die Preise variieren stark, je nachdem was für eine Produktion gewünscht wird. Faktoren wie Produktmerkmale, Menge der Produkte, Art der Aufnahme, Anzahl der involvierten Personen und die Nutzungsrechte, lassen den Preis in die Höhe schnellen.

Positiv an der eigenen visual Contentproduktion ist die hochwertige Qualität der Bilder. Deine Marke kann einen klaren Stil präzise vorgeben und hat einen starken Einfluss darauf, wie die visuellen Inhalte später aussehen.

Jedoch gibt es schwerwiegende negative Aspekte: Von der kreativen Ideenentwicklung bis hin zum abgenommenen Bild zieht viel Zeit und Geld ins Land – Produktions- und Kostenmanagement, Gestaltungskosten, Verträge, Casting, Location-Scouting, Genehmigungen, Lookentwicklung, Styling, Logistik, Set-Design, Catering, Reisekosten, Postproduktion und und und. Diese Art der visual Contentproduktion ist die wohl teuerste. Zudem besteht die Gefahr, das die Bilder gestellt und inszeniert wirken und deine Zielgruppe sich in ihnen nicht wiedererkennt. Durch Models und affektierte Kulissen wirken Visuals aus Fotoshootings häufig weniger authentisch.

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Visuelle Kostengegenüberstellung von Eigenproduktion, Stockbildern und UGC.

#2 Influencer Content – Contentproduktion durch Creator

Bei der Contentproduktion durch Creator, erstellen Influencer beispielsweise Post für eine Brand und verbreiten diese über ihre Social Media Kanäle. Diese Variante der visuellen Contentproduktion ist sicherlich nicht die günstige, jedoch zahlt deine Marke für die Erstellung, für die Reichweite der Influencer und das gezielte Erreichen deiner spezifischen Zielgruppe. Besonders bei Micro-Influencern mit einer kleineren, spitzeren Community lässt sich gut planen, wer erreicht werden soll. Micro-Influencer haben oft ein enges und persönliches Verhältnis zu ihren Followern, sind im Schnitt preiswerter als Kolleg:innen mit einer größeren Reichweite und kooperieren eher für Product Seeding Kampagnen. Wird Content dann zusätzlich über Influencer Whitelisting wiederverwendet, kann schneller ein höherer Influencer Marketing ROI erzielt werden. Word-of-Mouth schafft Social Proof und somit holt dieser zielgruppen-spezifische Content Menschen eher ab als Bilder aus Shootings. Um mehr über Micro Influencer Marketing zu erfahren, lies dir gerne unseren dazugehörigen Blogpost durch.

Nachteilig an der visuellen Contentproduktion durch Influencer ist, dass es recht zeitaufwendig und nervenaufreibend ist, die passenden Influencer zu finden und die Kampagne anschließend zu managen, zumindest wenn deine Marke alles selber übernimmt. Influencer Marketing ohne Agentur oder Tech-Lösung zu betreiben, bedeutet unter anderem komplizierte Abstimmungsprozesse und viel Hin und Her zwischen Brand und Creator. Allerdings ist das recht einfach lösbar, wenn deine Marke auf ein Management Tool setzt, dass die komplette Zusammenarbeit mit Creators vereinfacht und erleichtert. Neben dem Aufwand entstehen auch monetäre Kosten, diese setzen sich jedoch sehr individuell zusammen.

Es gibt verschiedene Preismodelle, nach denen sich die Kosten für die Contentproduktion durch Influencer zusammensetzen können. Die Influencer Marketing Kosten werden beispielsweise durch Faktoren wie Followerzahl, Reichweite und Brand-Fit beeinflusst. Zudem kommt es darauf an, ob es sich um eine einmalige Kooperation handelt oder ob deine Marke auf langfristige Brand Ambassadors setzen möchte. Wenn du mehr über die Strategien und die Relevanz von Influencer Relationship Management erfahren möchtest, schau gerne in unseren Blogpost über das Thema rein.

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So senkst du deine Contentproduktionskosten

Lade dir jetzt unseren Fact Sheet herunter und erfahre, wie du im Handumdrehen die Contentproduktion für deine Marke optimierst und die Kosten reduzierst.

Indirekte Contentproduktion

Neben der Auftrags-Contentproduktion kann deine Marke auch auf “fremderstellte” visuelle Contentpieces zurückzugreifen. Auf visuellen Content, den es bereits gibt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass alle Inhalte rechtskonform verwertet und in Sachen Social Media alle Bildrechte auf Instagram, Facebook und Co. beachtet werden. Im Folgenden erfährst du Näheres über zwei Möglichkeiten, bereits existierenden Content für deine Marke zu nutzen.

#3 Stockfotos – vorproduzierter Content

Die Verwendung von Stockfotos ist eine relativ kostengünstige Möglichkeit, um an Content für deine Marketingmaßnahmen zu gelangen. Es muss keine eigene Contentproduktion betrieben werden, da Fotograf:innen die Inhalte bereits erstellt haben. In online Fotoarchiven findest du über Google Bilder zu zahlreichen Keywords. Fotoplattformen wie unsplash.com stellen lizenzfreie Bilder komplett kostenlos zur Verfügung. Andere Fotoplattformen wie shutterstock.com bieten verschiedene Abo-Modelle an, mit denen du den Zugriff auf eine bestimmte Anzahl von Bildern erhältst. 

Diese Lösung der “Contentproduktion” ist zwar recht preiswert und unaufwendig, jedoch kommen Stockbilder bei Usern meistens nicht besonders gut an, da diese Inhalte zu austauschbar, glatt und dadurch oft unauthentisch wirken. Folglich ist es nicht besonders ratsam, Stockimages im großen Stile zu verwenden, da das deine Marke weder persönlich noch einzigartig darstellt und sie so potenziell in der Wettbewerbsmasse untergeht. 

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Kosten-Authentizität-Ranking der Möglichkeiten: Eigenproduktion, Verwendung von Stockbildern und Implementierung von UGC.

Möchtest du noch detaillierte Infos darüber haben? Dann lies gerne unseren Blogpost  “4 Gründe, warum du aufhören solltest Stockfotos im Marketing zu verwenden”.  

#4 UGC – Contentproduktion der Community

Last but not least besteht die Option, User Generated Content (UGC) als visual Social Content zu verwenden. Deine Kundschaft übernimmt die visuelle Contentproduktion für dich, da die Inhalte direkt aus deiner Community kommen. UGC stellt facettenreich und authentisch deine Produkte dar. Wie inspirierend User Generated Content ist, zeigt dir unsere top 10 Social Walls der Inspiration

Die Integration von UGC ins Marketing ist zudem komplett kostenlos. User posten ihre Visuals auf Instagram, verlinken deine Marke und du kannst dann ohne großen Aufwand den Social Content vielseitig verwenden. Es entfallen sämtliche Kostenposten wie Fotograf:in, Location, etc. die bei anderen Formen der Produktion anfallen würden. Wenn dein Unternehmen sich für ein UGC Tool entscheidet, um den visual Social Content effizient und automatisiert zu managen, fallen natürlich Kosten an, aber diese sind im Verhältnis und besonders langfristig geringer, als bei eigener Contentproduktion.

Egal ob du den Community-Content als Social Commerce Add-on in deinem Online-Shop, auf Plakaten oder für Social Ads verwendest, die Visuals deiner Community gestalten deine Marketingkanäle persönlicher und du sparst dir die eigene Contentproduktion. Wenn du wissen möchtest, wie du Instagram Content auf deiner Webseite einbindest, schau gerne auf unserem Blog vorbei.

Fazit

Deutlich wird, dass es verschiedene Möglichkeiten für Marketer gibt, reichweitenstarken und authentischen visuellen Content zu produzieren, sowohl in der Sparte der “Auftrags”-Contentproduktion als auch beim Zurückgreifen auf “fremderstellte” visuelle Inhalte. Die markeneigene Contentproduktion sowie die Verwendung von Stockfotos schneiden bei unserer Gegenüberstellung, durch zu hohe Kosten und fehlender Authentizität eher schlechter ab.  

Influencer Content besticht durch die Chance, deine Zielgruppe durch die Wahl des richtigen Creators spezifisch anzusteuern. UGC ist ein wahrer Allrounder: Authentisch, preiswert, inspirierend und vielseitig. UGC ist günstiger als Influencer Content, dieser bedeutet aber wiederum eine planbarere Produktion. Je nachdem, was du erreichen möchtest, wie viel visual Social Content du benötigst und wie hoch dein Budget ist, zeigt sich, welche der beiden Optionen die passende Contentproduktion ist. 

Es muss jedoch gar nicht entweder oder sein: Influencer geben potenziellen Käufer:innen durch die Visuals einen Stil vor, der zu deiner Markenästhetik passt. An diesem Vorbild können User ihren Social Content ausrichten. So greifen Creator Content und User Generated Content ineinander, bilden eine Symbiose der Contentproduktion und ermöglichen Markentreue

Um noch mehr gebündelte Informationen zum Thema visual Contentproduktion zu erhalten, lade dir kostenlos unseren Factsheet “So senkst du deine Contentproduktionskosten” herunter. 

Quellen

https://www.affde.com/de/annual-content-creation-budget-plan.html
https://www.inc.com/sujan-patel/10-statistics-about-content-marketing-in-2016-you-won-t-believe.html
https://hirschtec.eu/kommunikation-im-21-jahrhundert-ist-visuell/
https://www.statista.com/statistics/1092636/influencer-campaign-spending-tier-world/https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-micro-influencer

About Caro Wulf

Caro hat ein abgeschlossenes Studium in Kommunikationswissenschaft und Germanistik und unterstützt das squarelovin Team seit Anfang 2021, bei der Content Erstellung hier im Blog und für den Knowledge Bereich. Ihr Fokus liegt dabei vor allem auf Social Media und Influencer Marketing.

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