Leider ist es paradox: Zum einen möchten und müssen Marken aus der Masse herausstechen, um nicht in den endlosen Weiten der Konkurrenz unterzugehen. Zum anderen preisen zahlreiche Brands in ihren Online-Shops sehr ähnliche Produkte mit viel Text und lediglich recht kühlen und austauschbaren Bildern an. Diese Darstellung wirkt weder authentisch noch persönlich auf Webseiten-Besucher:innen. Dabei sind doch Produktbilder in Online-Shops dafür da, um Inspiration zu schaffen, um Besucher:innen die Produktdetails und Verkaufsargumente visuell aufzuzeigen.

Es gilt die Produkte auf den Produktdetailseiten so ansehnlich wie möglich und mit einem exklusiven Wiedererkennungswert zu gestalten, damit Menschen sich für dich entscheiden und sich an deine Marke binden. Doch wie kommt deine Marke an solch einzigartigen visuellen Content? Die Antwort ist recht simpel: Nutze visuellen Social Content deiner Community, um deine Produktdetailseiten mit bezaubernden Bildern anzureichern. 

Visual Social Content auf der Produktdetailseite – kurze Erklärung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um visual Social Content vielseitig zu verwenden. User Generated Content (UGC) zählt als eben solcher visual Social Content. Mehr über die Funktion von UGC erfährst du in unserem UGC Basic Guide. Eine Option ist es, die Produktdetailseite in deinem Online-Shop mit Bildern deiner Community zu spicken und sie zum Aushängeschild deiner Marke zu machen.

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Eddie Bauer – visuelle Darstellung Produktdetailseite mit Bildern

Bei dieser Variante wird ein Produkt-Stream als Element auf der Produktseite eingebunden. Dieser spielt nur Social Content aus, der das jeweilige Produkt zeigt. So gibt es unter dem klassischen Produktbild weitere Bilder, die zeigen, wie deine Kundinnen und Kunden das Produkt tragen oder verwenden. Wie du Instagram Content technisch auf deiner Webseite einbindest, liest du in unserem Blogpost zum Thema. Welche Vorteile die Einbindung von Produktdetailseiten Bildern hat, das liest du jetzt.

Warum brauchen Produktdetailseiten Bilder aus der Community?

Dieser Blogpost zeigt fünf Gründe auf, warum es sich lohnt, die Ansicht der Produktdetailseite mit einzigartigen Bildern aus deiner Community anzureichern. Damit das nicht nur einfach eine stupide Auflistung wird, stellen wir zur Veranschaulichung die beiden Bekleidungsmarken Eddie Bauer und Zara gegenüber. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, warum UGC einbinden besser ist als Stockfotos zu verwenden, schau gerne in unserem Blogpost darüber vorbei.

#1 Produktdetailseiten mit authentischen Bildern sorgen für natürliche Ästhetik 

Das wichtigste bei tragbarer Mode ist: Wie sieht das Kleidungsstück an echten Menschen aus? Wie wirkt das Produkt in natürlichen Situationen? 

Die Fashion-Brand ZARA setzt zum Beantworten dieser Frage eher auf interessante Produktbilder. Missmutige Models tragen die Mode, während sie gekrümmt auf einer Herdplatte sitzen oder geknickt über einem Tennisnetz hängen. Da stellt sich die Frage, inwieweit spiegelt das realitätsnahe und authentische Situationen wieder, in denen Käufer:innen die Produkte wirklich tragen würden? 

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ZARA – Produktbild Beispiel 1

Künstlerisch ist es in jedem Fall und das ist sicher auch der Anspruch von ZARA. Jedoch haben die Modeldarstellungen wenig mit der Lebenswelt der meisten Menschen zu tun und tragen nur marginal zur Unterstützung der Kaufentscheidung bei. Was bringt es dir zu wissen, wie du in dem Kleid aussehen würdest, wenn du auf einer Herdplatte hockst? Denn um ehrlich zu sein, passiert das ja doch eher selten, zumindest wenn ich an meinen Alltag denke. 

Im Kontrast dazu steht der Content, auf den die Marke Eddie Bauer als visuelle Produktbeschreibung setzt, um die Tragbarkeit und Vielseitigkeit ihrer Kleidung im Alltag zu akzentuieren. Das outdoor-inspirierte Unternehmen zeigt zum Beispiel auf der Produktdetailseite (PDP) mit Bildern aus der Community, wie ein und derselbe gelbe Regenmantel an ganz verschiedenen Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen aussehen kann. In der Funktion schaffen sie dadurch eine natürliche Ästhetik, die nicht platziert wirkt, sondern hochgradig authentisch ist.

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Eddie Bauer – Produktdetailseite mit Bildern des Regenmantels

#2 Produktdetailseiten mit mannigfaltigen Bildern schaffen größere Identifikationsfläche

Ansprechend, authentisch, abwechslungsreich, so wünschen sich User Produktbilder auf der Produktseite.

Oldschool Produktfotos, die als Hauptbild Kleidungsstücke an schlanken, großen und nahezu makellosen Models zeigen, rücken die Produkte sicherlich in ein gutes Licht und lassen Produkte ausgezeichnet ausschauen. Solch visuelle Contentproduktion ist jedoch längst überholt, nicht mehr zeitgemäß und kommt dem Wunsch der User wenig nach. Diese Produktbilder spiegeln nicht wieder, wie der Großteil der Käufer:innen wirklich aussieht, ist nicht divers und bietet somit kaum Identifikationspotenzial. 

Lassen wir mal außen vor, dass es fragwürdig ist, ein solch unrealistisches Bild von Frauen durch perfekte Bilder als erstrebenswert zu suggerieren. Auch ist es bei sehr düstere Visuals, wie bei denen von ZARA eher schwierig, sich sich selbst in dem Mode-It-Piece vorzustellen.

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ZARA – Produktbild Beispiel 2

Visual Social Content bietet Menschen Inspiration und unterstützt so die Vorstellungskraft. Nutzer:innen können sich einen Eindruck davon verschaffen, wie sie selber mit dem Produkt aussehen würden. Getreu dem Motto „a product that can not be seen can not be sold“.

Durch die Integration von Bildern der eigenen Kundschaft auf der Produktdetailseite wird nicht nur Social Proof geliefert, sondern zudem aufgezeigt, wie das spezifische Produkt an unterschiedlichen Typen mit unterschiedlichen Haarfarben, Hautfarben und Körperformen aussieht. Das liefert eine größere Fläche für Identifikation und zeigt verschiedene Kombinationsmöglichkeiten des Kleidungsstücks. Eddie Bauer integriert Produkt-Streams auf den Produktdetailseiten, um den Fokus genau auf diese Vielseitigkeit ihrer Produkte zu legen. 

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Gegenüberstellung Produktbild ZARA vs. Eddie Bauer

#3 Produktdetailseiten mit Bildern zeichnen ein persönliches und individuelles Markenbild

Die eigene Marken-Community ist zwangsläufig immer einzigartig, da sie sich aus ganz unterschiedlichen Individuen zusammensetzt. All diese Individuen haben eins gemeinsam, sie sind glaubwürdige Fans deiner Marke. Die Bilder sind nicht austauschbar, sondern höchst einzigartig. Verwendest du auf deiner Produktdetailseite also UGC deiner Community als einzigartiges Element, wird der Online-Shop deiner Marke unverwechselbar. 

Du verleihst deinen Produkten ein Gesicht und zwar das deiner Produkt-Nutzer:innen. Produktbilder von tatsächlichen Käufer:innen porträtieren deinen Online-Shop und ergo auch deine Marke greifbarer, individueller und menschlicher. Jedes neue UGC Piece verleiht deinem Online-Shop eine noch nuanciertere und persönlichere Ansicht und sorgt für stetig wachsende Inspiration. Um zu sehen, wie Social Content branchenübergreifend als Garant für Inspiration eingesetzt werden kann, schau gerne in unserer Top 10 Social Walls der Inspiration hinein. Auch Eddie Bauer integriert Inspiration auf diese Weise im Online-Shop. Exemplarisch zu sehen ist das am bereits bekannten gelben Regenmantel:

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Eddie Bauer – verschiedene Impressionen des gelben Regenparkas

Auf der Produktseite spielt die Brand unterschiedliche UGC Pieces aus, die allesamt diesen Charly-Parka zeigen. Die realen Menschen erwecken die Outdoor-Jacke geradezu zum Leben und erreichen, dass Produkt und Marke facettenreich und vielschichtig wirken. Durch die Interaktion mit der Community und der Zentrierung der User im Marketing können Brands aus der Masse hervorstechen.

#4 Produktdetailseiten mit Bildern aus der Community bedeuten weniger Produktionskosten

Sicherlich hat die Darstellung von künstlerisch wertvollen Produktbilden wie bei ZARA einen nicht zu unterschätzenden Preis. Bei solchen Produktshootings gibt es Kostenposten wie Modelgage, Location und Postproduktion, sodass es für kleinere Marken eine Herausforderung ist, solche Produktimages zu produzieren. 

Ohne hohe Kosten kann Eddie Bauer durch UGC auf eine Vielzahl von Bildern pro Produkt zurückgreifen und unterschiedliche Facetten beleuchten. Die Bilder spiegeln die Diversität der eigenen Kundschaft hervorragend wieder. Das gibt nicht nur einen vielseitigen Eindruck, sondern ist zudem die günstigste Möglichkeit, um eine große Flut an authentischen Produktbildern zu präsentieren. 

Diese Vielzahl ist auch mit vielen Modelshootings nicht abbildbar. Zum einen ist es nicht möglich, einen solch breiten Schnitt durch die Gesellschaft zu zeigen. Und zum anderen würden für jedes einzelne Produkt utopisch hohe Kosten für die Bildproduktion entstehen und das ist selten rentabel.

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So senkst du deine Contentproduktionskosten

Lade dir jetzt unseren Fact Sheet herunter und erfahre, wie du im Handumdrehen die Contentproduktion für deine Marke optimierst und die Kosten reduzierst.

#5 Produktdetailseiten mit inspirativen Bildern stärken Website Performance 

Social Content Plug-ins in Form von Produkt-Teasern sind eine Technik des Social Commerce und werten das Kauferlebnis durch Eindrücke aus dem Alltag anderer Käufer:innen auf und so stärken deine Webseiten Performance. 

Durch einen Klick auf das jeweilige Bild zeigt sich nicht nur, wer den Original-Content auf Social Media gepostet hat und mit welchem Text, sondern auch eine direkte Verlinkung zu dem entsprechenden Produkt mit allen Produktdetails. Durch einen weiteren Klick gelangt der User ruckzuck auf die Produktseite und kann es in den Einkaufswagen legen. Das beschleunigt die Customer Journey, erleichtert den Kaufprozess und minimiert die Wahrscheinlichkeit von Kaufabsprüngen. 

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Eddie Bauer – Produktdetailseite mit Social Content Plug-in

Die Integration von visual Content im Online-Shop sorgt für Online-Shop Inspiration und liefert eine große Identifikationsfläche. Auch das verbessert die Website Performance respektive die “time on page”. Produktseiten mit authentischen Bildern begünstigen, dass User mehr Zeit in deinem Online-Shop verbringen. Das verbessert wiederum die Auffindbarkeit deiner Domain über Suchmaschinen. Wenn du mehr über die wichtigsten KPIs im E-Commerce wissen möchtest, lade dir gerne unser Whitepaper dazu kostenlos herunter. 

Fazit

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass es immer darauf ankommt, was mit den Produktbildern ausgesagt werden soll. Wenn deine Marke einen eher künstlerischen und abstrakten Anspruch an den Online-Shop hat, erfüllt der ZARA-Weg sicher diese Funktion. Möchtest du hingegen auf individuelle Inspiration im Online-Shop und auf authentische Nahbarkeit deiner Marke setzen, ist visual Social Content die bessere Chance. 

Visual Social Content ist nicht austauschbar, sondern ganz im Gegenteil höchst einzigartig. Er porträtiert eine unmittelbar sichtbare Produktbeschreibung, die ein Textelement alleine kaum abbilden kann. So zeichnet er deiner Marke ein unverkennbares Gesicht, mit dem Menschen sich viel leichter identifizieren können. Nutze visual Social Content, um deine Produktdetailseiten mit authentischen Bildern zu einer Quelle der Inspiration zu machen, die Menschen auf natürliche Weise dazu bewegt, im Meer der Konkurrenz eine Entscheidung für deine Marke zu treffen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du in deiner Branche Usern im Online-Shop Inspiration bietest, lies dir gerne unseren detaillierten Blogpost zu dem Thema durch.

About Caro Wulf

Caro hat ein abgeschlossenes Studium in Kommunikationswissenschaft und Germanistik und unterstützt das squarelovin Team seit Anfang 2021, bei der Content Erstellung hier im Blog und für den Knowledge Bereich. Ihr Fokus liegt dabei vor allem auf Social Media und Influencer Marketing.

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