Einem Instagramaccount ohne Bild-Posts würde niemand folgen – eine Webseite ohne Bilder würde sich niemand anschauen. Webseiten und soziale Medien ohne Bilder sind heutzutage nicht mehr denkbar. Daher ist visueller Content das A&O für Marken, wenn sie ihn verwenden, bleiben sie eher sichtbar und verschönern Usern die Customer Journey. Für jeden Schritt benötigen Brands spezifische Visuals. Von Produktfotos über Webseiten-Visuals bis hin zu Social Media Posts – die Menge an benötigtem Content kann kaum komplett selbst produziert werden. 

Zwei Möglichkeiten, auf fremdproduzierten visual Content zurückzugreifen, sind a) Stockfotos zu verwenden oder b) User Generated Content (UGC). UGC – ist unserer Meinung nach der authentischere Weg, um auf einen schier endlosen Pool an erschwinglichen visuellen Content zuzugreifen. Vier handfeste Gründe, warum du Stockfotos lieber nicht übermäßig verwenden solltest, liefert dir dieser Artikel. 

Definitionen

User Generated Content 

User Generated Content (UGC) beschreibt jeglichen Inhalt, der von Usern eines Produkts aus eigener Motivation heraus erstellt worden ist. Beispiele für UGC sind Online-Bewertungen, Videos, Blogartikel oder ein Post auf Social Media. Möchtest du UGC verwenden, musst du das Urheberrecht der Person einholen, die das Piece erstellt hat. Der oder die Urheber:in sind im Falle von UGC die Kundinnen und Kunden deiner Marke. 

Stockfotos

“Stock” Bilder (dts. “Lager” Bilder) beschreiben solch Bilder, Videos oder Grafiken, die von Fotograf:innen, nicht für einen speziellen Auftrag, sondern massenweise vorproduziert werden. Anschließend können die Lizenzen für Stockfotos auf unterschiedlichen Stockfoto-Plattformen wie unsplash.com oder auch shutterstock.com von Usern erlangt werden. Bei den Plattformen herrschen unterschiedliche Lizenzbedingungen, es wird zwischen lizenzfreien und lizenzpflichtigen Stockfotos unterschieden. Bei unsplash stellen Fotograf:innen die Bilder beispielsweise kostenlos und lizenzfrei zur Verfügung, die Nutzung ist sowohl zeitlich als auch frequenziell unbegrenzt möglich. Bei dem Anbieter shutterstock muss die Lizenz für die Nutzungsrechte der Werke hingegen erworben werden.

Gründe Stockfotos nicht zu verwenden

Stockfotos zu verwenden ist eine relativ kostengünstige Möglichkeit, um an Bild-Content für deine Marketingmaßnahmen zu gelangen. Mit wenig Aufwand findest du in entsprechenden online Fotoarchiven zu nahezu jedem Begriff Bilder, deren Lizenzen du für deine Zwecke erwerben kannst. Trotz der erworbenen Lizenz solltest du allerdings ganz genau nachlesen, welche Nutzungs- und Bildrechte auf Instagram, Facebook und Co. zu beachten sind, um juristische Fettnäpfchen zu vermeiden. Bei Stockfotos handelt es sich folglich eher um eine indirekte Form der visual Contentproduktion. Aber Quantität ist leider nicht alles. Es folgen vier gute Gründe, warum deine Marke Stockfotos nicht verwenden sollte, wenn dir Qualität am Herzen liegt.

#1 Stockfotos sind austauschbar und unspezifisch 

Bilder haben den Zweck eine Message zu verbreiten, sie sollen visuell widerspiegeln, wofür deine Brand steht oder textliche Informationen verdeutlichen. Spezifisch und präzise sind die Attribute, die deinem Bildmaterial zugeschrieben werden sollten. Stockfotos sind häufig austauschbar und unspezifisch, sodass sie mehr zum Lückenfüller werden, als dass sie deiner Botschaft nutzen und so Inspiration vermitteln. Möchtest du Stockfotografie verwenden, werden diese lizenzfreien Bilder nicht passend von einem/einer Fotograf:in für deine Marke erstellt. Die Nutzung wirkt entsprechend häufig willkürlich auf User und schreckt eher ab, als das es für einen Kauf bei deiner Brand spricht. 

Hier siehst du ein Beispiel: All diese lizenzfreien Bilder lassen sich finden, wenn du bei entsprechenden online Bilder-Anbietern nach Online-Shopping suchst. Denkst du diese recht austauschbaren Stockfotos zu verwenden hebt die Einzigartigkeit deine Marke hervor? 

stockfotos-verwenden_Beispiel-1
Stockfotos, die alle Online-Shopping zeigen sollen und dabei sehr austauschbar erscheinen.

UGC ist einzigartiger Content deiner Community. Durch die Integration dieser Inhalte wird deine persönliche Markengeschichte erzählt, so gehst du nicht in der Masse unter und förderst deine Markensichtbarkeit. Wie du Instagram Content auf deiner Webseite einbindest und welche Nutzungsrechte hinsichtlich des Urhebers/ der Urheberin du beachten solltest, erfährst du in einem unserer Blogposts. 

#2 Stockfotos können von vielen Unternehmen verwendet werden

Stockfotos zu verwenden ist nicht besonders einzigartig und untergräbt deine Markenidentität. Sie sind frei im Internet verfügbar und können von jeder Marke gleichermaßen eingesetzt werden. Wenn du Stockfotografie für beispielsweise Ads oder Flyer verwendest, haben deine Marketingbemühungen kein Alleinstellungsmerkmal. Deine Marke bleibt nicht im Gedächtnis, sondern geht in der Masse an Mitbewerber:innen unter.

UGC verbessert KPIs
„Unsere Ads mit UGC haben eine CTR von 5 %, funktionieren also sehr gut. Die Aufenthaltsdauer der Nutzer, die darüber zu uns kommen, hat sich verdreifacht. Heißt: die Leute schauen dann erstmal bei uns weiter nach Inspiration und springen nicht direkt wieder ab zu Instagram & Co.“ ~ Norbert Windeck, Social Media Manager, design bestseller

UGC als markenspezifischer visual Social Content ist spezifisch auf deine Marke und deine Produkte ausgerichtet. Dadurch erhascht er eher Aufmerksamkeit  und lädt User ein, auf deiner Webseite zu verweilen. Mehr über die essentiellen KPIs im E-Commerce erfährst du in unserem kostenlosen Guide. 

#3 Stockfotos verwenden wirkt gestellt und “zu perfekt”

Die Nutzung von Stockfotos wirkt häufig gestellt und fern der Realität. Dadurch, dass sie Situationen häufig sehr überspitzt darstellen, wirken sie zu perfekt und eher wie klischeehafte Karikaturen ihrer selbst. Familien sehen immer besonders glücklich aus, Wohnzimmer immer besonders geschniegelt. Das liegt daran, dass die Urherber.innen der Stockbilder beabsichtigen idiotensicher aufzeigen, was die Bilder aussagen sollen. 

Zudem bedeutet Stockfotos zu verwenden leider häufig, dass der Content nicht der echten Produktdarstellung entspricht. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass vorproduzierte Bilder dein aktuelles Produkt ideal darstellen und so einen spezifischen Zweck erfüllen. 

stockfotos verwenden_beispiel-2
Direkter Vergleich Stockfoto verwenden (links) vs. UGC einbinden (rechts)

In diesem Beispiel sollen beide Bilder Menschen ein Frühstück im Hotel schmackhaft machen. Links ist ein Stockbild- es wirkt kühl, unecht und austauschbar. Rechts hingegen siehst du echten UGC eines Adina Appatment Hotels. Dieser visual Social Content stammt direkt aus der Realität und zeigt, wie Gäste das Essen tatsächlich genießen und diesen Moment festhalten. Das inspiriert andere Menschen auch dazu, in diesem Hotel zu speisen. Wie du in deiner Branche Usern im Online-Shop Inspiration bietest, liest du in unserem Blogartikel über das Thema. 

preview_factsheet_productioncosts_de

So senkst du deine Contentproduktionskosten

Lade dir jetzt unseren Fact Sheet herunter und erfahre, wie du im Handumdrehen die Contentproduktion für deine Marke optimierst und die Kosten reduzierst.

#4 Stockfotos zu verwenden ist nicht authentisch und unpersönlich

Stockfotos zeigen engagierte Models, die austauschbar sind und den Menschen aus deiner Zielgruppe häufig nur wenig ähneln. Ergo sind sie nicht authentisch, da sie nicht zu deiner Brand Community passen, diese sich nicht auf den Bildern wiedererkennt. 

Stockfotos, die du verwenden kannst, sind nicht auf deine Marke zugeschnitten, dadurch sind sie unpersönlich, haben kaum Wiedererkennungswert und sind keine gute Basis für Markentreue. Als Resultat erscheinen Stockfotos unglaubwürdig, da sie nicht individuell auf deine Produkte und deine Zielgruppe abzielen.

UGC schafft Vertrauen
„UGC ist authentisch und das ist der größte Vorteil. Er dient als Social Proof für potenzielle Neukunden und hilft ihnen bei ihrer Kaufentscheidung.“ ~ Christoph Heinrichs, Online Marketing Manager, Body Attack Sports Nutrition

Produktdetailseiten mit Bildern deiner Community sind äußerst individuell und porträtieren deine Marke mithilfe deiner realen Käufer:innen sehr authentisch und persönlich – mehr dazu liest du in unserem Blogpost über die Integration von UGC auf Produktdetailseiten. 

Fazit

Möchtest du dein einzigartiges Produkt und die Persönlichkeit dahinter, also deine Marke, visuell vermarkten, ist es nicht ratsam, Stockfotos zu verwenden, da diese weder individuell noch aussagekräftig sind. Sie können die spezifischen Werte, für die deine Marke steht, nicht widerspiegeln, sind austauschbar und unspezifisch. 

Stockbilder wirken häufig gestellt und tragen durch ihre langweilige Erscheinung nicht gerade dazu bei die Aufmerksamkeit von Usern auf sich zu ziehen. Kurzum sie können die Markenbotschaft und das Gesicht deiner Marke nicht akkurat zeichnen, da sie nicht authentisch, unpersönlich und wenig charismatisch sind. Um schier endlosen, erschwinglichen und echten visuellen Content für dein Marketing zu generieren, ist die Nutzung UGC der bessere Weg. Unser Blogpost Social Content vielseitig verwenden, zeigt dir zahlreichen Wege wie User Generated Content dein Marketing einzigartig macht.

About Caro Wulf

Caro hat ein abgeschlossenes Studium in Kommunikationswissenschaft und Germanistik und unterstützt das squarelovin Team seit Anfang 2021, bei der Content Erstellung hier im Blog und für den Knowledge Bereich. Ihr Fokus liegt dabei vor allem auf Social Media und Influencer Marketing.

More about Caro Wulf